Du hörst lieber als zu lesen? Hör dir gerne hier die Podcastfolge zu diesem Artikels an:
Du hast es vielleicht mitbekommen (oder auch nicht ;-)): Hier gab es über den Sommer eine längere Pause. Ich habe keine neue Podcastfolge veröffentlicht, keine Posts gemacht und keinen Newsletter geschrieben.
Ich hatte diese Pause nicht bewusst geplant. Sie hat sich einfach so ergeben, weil ich mich in den vergangenen Monaten intensiv mit mir auseinandergesetzt habe und einige Dinge integrieren musste. Ich war sozusagen in einem Eigenprozess, den ich erst abschliessen wollte, bevor ich mich im Aussen wieder zeige. Ich hatte das Gefühl, ich muss bestimmte Dinge erst reflektieren und integrieren, bevor ich sie kommunizieren kann. Und ich bin froh, dass ich mir diese Pause gegönnt habe.
Nun kann ich auf einem neuen Bewusstseinslevel wieder starten und das bedeutet, es wird hier in Zukunft nicht mehr nur um die Themen Businessaufbau und Konzeption von Gruppenangeboten gehen, sondern ich werde meinen Fokus erweitern. Wie das genau aussehen wird, dazu mehr in Kürze.
Erstmal zur Magie der Pausen. Was genau ist diese Magie? Für mich passiert die Magie auf zwei Ebenen. Zum Einen bei dir selbst als Unternehmerin, zum Anderen bei deinen Kunden und in der Begleitung deiner Kunden.
Welche Magie passiert also durch die Pausen bei dir? Das Sacken lassen von neuen Informationen und Erkenntnissen ermöglicht ein grösseres Bewusstsein. Es ermöglicht, dass du Dinge anders wahrnimmst und verstehst als vorher. Denn:
Auch unser Gehirn braucht ab und zu eine Pause
Der Hochleistungsrechner in unserem Kopf ist zwar willens, rund um die Uhr für uns zu arbeiten, macht dann aber immer nur das, was auf der To-Do-Liste zuoberst steht. Es ist permanent im kognitiven, bewussten Bereich beschäftigt, was dazu führt, dass das Unterbewusstsein sich nicht melden kann. Dann kommt beispielsweise die Intuition gar nicht durch. Und neue Ideen auch nicht.
Wir sind dann wie der Waldarbeiter, der keine Zeit hat, seine Axt zu schärfen, weil er so viele Bäume fällen muss. Leider wird das Fällen immer anstrengender, weil ja die Axt immer stumpfer wird. So wird unser Gehirn immer weniger kreativ, wenn es keine Pausen bekommt.
Wenn du schon länger mit dem PC arbeitest, kennst du vielleicht noch das Defragmentieren. Das musste man früher ab und zu machen, damit der PC wieder richtig läuft. Dabei hat der PC sich sozusagen neu sortiert und überflüssiges gelöscht. Und du weisst vielleicht auch noch, dass man während dieser Zeit (und das konnte Stunden dauern ;-)), nicht am PC arbeiten konnte. Man war zur PC-Pause verdammt.
Wie beim Tetris
Nicht nur unser Verstand, auch unser Unterbewusstsein und ich würde sogar sagen, auch unsere Emotionen, brauchen ab und zu Zeit, um sich neu zu sortieren. Wenn wir uns diese Zeit geben, dann fallen die Gedanken und Erkenntnisse an den richtigen Ort wie die bunten Steine beim Tetris. Und aus den neuen Mustern kann etwas Neues entstehen.
Das ist dann der Zeitpunkt, an dem die Aha-Momente und Erkenntnisse ins Bewusstsein kommen. Nach einem Coaching, einem Kurs oder einem Gespräch kommen diese nämlich oft nicht sofort, sondern meistens etwas zeitversetzt. Oft sogar, während wir uns eigentlich schon wieder mit etwas Anderem beschäftigen. Oder während der Pausen.
Wo hast du deine besten Ideen?
Ich habe mich mal beobachtet und ich habe häufig meine besten Ideen nicht am Schreibtisch. Mir kommen meine besten Ideen in der Dusche und im Wald. Weil mein Gehirn dann eben nicht mit den täglichen To-Do’s beschäftigt ist.
Aber Pausen sind nicht nur für dich und dein Business wichtig, sondern auch für deine Kunden!
Nicht nur während der Coaching-Sitzungen, sondern vor allem dazwischen passiert ganz viel
Zwischen den einzelnen Coaching-Sitzungen, Calls oder Lerneinheiten passiert die Reflektion und die Integration des Gelernten oder der Erkenntnisse. Im Idealfall passiert ausserdem bereits der Transfer in die Praxis. Unsere Coachees erkennen und setzen um.
Deshalb solltest du auch nicht davon ausgehen, dass dein Kunde zu Beginn eines Termins am gleichen Ort steht wie beim Abschluss des vorherigen Termins. Er oder sie hat zwischenzeitlich reflektiert, integriert und eventuell eben die neuen Erkenntnisse sogar schon umgesetzt.
Diesen Prozess kannst du fördern, indem du deine Kunden bewusst zur Reflektion einlädst. Du kannst auch Reflektions- oder Umsetzungsaufgaben mitgeben, um die Zeit zwischen den Sitzungen gut zu gestalten. Denn wie gesagt, zwischen den Coachings passiert ganz viel. Aus diesem Grund ist es auch gut, mindestens ein paar Tage Zeit zwischen den Sitzungen zu haben. Andererseits sollte die Zeit dazwischen aber auch nicht zu lang sein, da sonst die Gefahr besteht, dass der Alltag überhand nimmt und der Kunde aus dem Prozess fällt.
Pausen wirken also auf zwei Ebenen positiv: Bei dir und bei deinem Coaching-Programm. Daher möchte ich dich einladen, dich zu fragen:
Wo kannst du regelmässig bewusste Pausen einbauen?
Wo kannst du in deiner Begleitung bewusste Pausen für deine Kunden einbauen?
Den Dingen ihre Zeit geben - nichts erzwingen
Wichtig ist ausserdem, dass du den Dingen ihre Zeit gibst und nichts erzwingst. Vielleicht kennst du das auch: Du versuchst seit einer Stunde, auf deiner Webseite etwas zu ändern oder eine Automation anzulegen oder einen Text zu schreiben und irgendwie will es gehen. Du bist blockiert, der Computer ist blockiert und es geht nicht voran. Dann kann es manchmal Wunder wirken, eine Pause zu machen, in der man sich entweder etwas Anderem widmet oder sogar mal gar nichts macht.
Wichtig ist, dass man gedanklich komplett von der Aufgabe wegkommt. Wenn man dann nach einer Weile zurückkommt, dann geht es wie durch Zauberhand auf einmal. Das ist die Magie der Pausen!
Ich wünsche dir nun viel Spass bei deiner nächsten Pause!
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